Würde
Menschen erinnern sich nicht nur daran, was wir getan haben - sie erinnern sich daran, wie sie sich bei uns gefühlt haben.
Der König der Würde
Seine Geschichte
Die Königsskulpturen von Ralf Knoblauch, Diakon aus Bonn, weisen in all ihrer Schlichtheit auf das Königliche in jedem Menschen hin - die unverlierbare Würde. Unantastbar und doch berührbar und so leicht zu verletzen.
Die Könige und Königinnen werden von Ralf Knoblauch aus massivem Eichenholz erschaffen, am Beginn eines jeden Tages, jede Skulptur ein Unikat. Im Lauf vieler Jahre haben sie Einzug gehalten auf jeden Kontinent, in zahlreiche Länder, an Orte, an denen Menschenwürde bedroht ist und daher besonderen Schutz braucht.
"Man muss die Risse und Kanten und die Konturen des Holzes spüren und in sich aufnehmen. Und diese Verletzlichkeit - letztlich ist keiner perfekt, jeder hat seine Macken und seine Fehler - die soll man auch erspüren können." (Ralf Knoblauch)
Meine Geschichte mit ihm
Seit 2025 beherberge ich diesen kleinen König der Würde bei mir. Abgeholt habe ich ihn an dem Ort, an dem er entstanden ist, in der Werkstatt von Ralf Knoblauch.
Seitdem begleitet er mich zu den Palliativkursen, wo er der Unterrichtseinheit "Würde" mit seiner stillen Präsenz eine eigene Note verleiht. Als Türöffner regt er Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer zum Nachdenken an und hilft, das Bewusstsein zu weiten für die Notwendigkeit würdestärkender Begegnungen (nicht nur) am Lebensende.
"Man will ihn dauernd ansehen." (Teilnehmerin, Palliative Praxis 2026)
Die eigene Würde
Wer sich seiner eigenen Würde bewusst ist, wird achtsamer, wenn es um die Würde anderer geht:
Um die Würde von Menschen mit Beeinträchtigung.
Um die Würde von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf.
Um die Würde von Menschen ohne Sprache.
Um die Würde von Menschen am Lebensende.
"Dass wir über die Würde gesprochen haben, das wirkt immer noch nach in mir." (Teilnehmerin, Palliative Praxis 2026)